Donnerstag, 01. Juli 2021

Weltgebetstag der Frauen im Sommer...

Titelbild des WGT 2021 der Künstlerin Juliette Pita

...aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

Schon seit Beginn der Pandemie lernen wir, dass vieles anders ist, als wir es gewohnt sind. Das betraf auch die Weltgebetstagsarbeit der Frauen. Die Vorbereitung zu dem Tag, der immer am ersten Freitag im März gefeiert wird, konnte nicht in Präsenzveranstaltungen stattfinden und der Tag selbst konnte unter den Bedingungen im März nicht wie üblich gefeiert werden. Drei Vorbereitungsteams aus unserer Pfarrei haben sich deshalb entschlossen, den Weltgebetstag im Sommer nachzuholen nach dem Motto "aufgeschoben ist nicht aufgehoben".

Hier die festgelegten Termine:

  • Herbitzheim (KIrchenvorplatz): Sonntag, 08. August 2021, 17:00 Uhr
  • Medelsheim (Pfarrhof): Sonntag, 08. August 2021, 18:00 Uhr
  • Niedergailbach (Kirche): Freitag, 27. August 2021, 17:00 Uhr

In Herbitzheim wird auch wieder Live-Musik dabei sein. Wie schon in den vergangenen Jahren wird die Gitarrengruppe "Saitenklänge" unter der Leitung von Susanne Kempf mitgestalten.

Worauf bauen wir? - so lautet das Motto des diesjährigen Weltgebetstages.

Felsenfester Grund für alles Handeln sollten Jesu Worte sein. Dazu wollen die Frauen aus Vanuatu in ihrem Gottesdienst zum Weltgebetstag 2021 ermutigen. Im Mittelpunkt steht der Bibeltext aus Matthäus 7, 24 bis 27. Denn nur das Haus, das auf festem Grund stehe, würden Stürme nicht einreißen, heißt es in der Bibelstelle bei Matthäus. Dabei gilt es Hören und Handeln in Einklang zu bringen.

Ein Ansatz, der in Vanuatu in Bezug auf den Klimawandel bereits verfolgt wird. Denn die 83 Inseln im pazifischen Ozean sind vom Klimawandel betroffen, wie kein anderes Land, und das, obwohl es keine Industrienation ist und auch sonst kaum CO2 ausstößt. Die steigenden Wassertemperaturen gefährden Fische und Korallen. Durch deren Absterben treffen die Wellen mit voller Wucht auf die Inseln und tragen sie Stück für Stück ab. Stei­gende Temperaturen und veränderte Regenmuster lassen Früchte nicht mehr so wachsen wie früher. Um dem entgegenzuwirken, gilt seit zwei Jahren in Vanuatu ein rigoroses Plastikverbot. Die Nutzung von Einwegplastiktüten, Trinkhalmen und Styropor ist verboten. Wer dagegen verstößt muss mit einer Strafe von bis zu 900 Dollar rechnen.

Doch nicht alles in dem Land ist so vorbildlich. So sitzt im vanuatuischen Parlament keine einzige Frau, obwohl sich 15 im Jahr 2020 zur Wahl stellten. Frauen sollen sich „lediglich“ um das Essen, die Kinder und die Pflege der Seniorinnen und Senioren kümmern. Auf sogenannten Mammas-Märkten ver­kaufen viele Frauen das, was sie erwirtschaften können: Gemüse, Obst, gekochtes Essen und einfache Näharbeiten. So tragen sie einen Großteil zum Familieneinkommen bei. Die Entscheidungen treffen die Männer, denen sich Frauen traditionell unterordnen müssen. Machen Frauen das nicht, drohen ihnen auch Schläge.

Mit seiner Projektarbeit unterstützt der Weltgebetstag (WGT) Frauen und Mädchen weltweit: Zum Beispiel im pazifischen Raum, auch auf Vanuatu. Dort lernen Frauen sich über Medien eine Stimme zu verschaffen, damit ihre Sichtweisen und Probleme wahrgenommen werden. Über Länder- und Konfessionsgrenzen hinweg engagieren sich Frauen seit über 100 Jahren für den Weltgebetstag und machen sich stark für die Rechte von Frauen und Mädchen in Kirche und Gesellschaft.

Wir laden herzlich ein zum Weltgebetstag im Sommer!

Die Vorbereitungsteams der WGT-Arbeit