Dienstag, 25. Oktober 2022

Visitation 2022...

Franziska Zäh beim Begegnungsabend, Foto: Elfriede Zäh

Bischof Wiesemann bei der Eucharistiefeier in Niedergailbach

Fotos: Gabriele Parusel

Foto: Karoline Kossack

Susanne Karl bei der Abendandacht, Foto: Gertrud Schwartz

Schlusssegen in der St. Barbara Kirche, Foto: Gabriele Parusel

...Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann war am 09. und 10. November in unserer Pfarrei.

"Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?...Gottes Tempel ist heilig und der seid ihr." Diese Worte aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korinth rief Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann den Teilnehmenden an der Eucharistiefeier am 1. Tag der Pastoralen Visitation in unserer Pfarrei in seiner Predigt zu. Er machte Mut „weg von der Immobilie zur Mobilität“ zu kommen. Eine Kirche sei ein Gebäude aus Stein und als Ort wichtig für die Gläubigen, aber lebendig werde sie erst durch die Menschen, die Gottes Geist in sich tragen. Menschen, die ihre Begabungen einbringen und die aus einem tiefen Glauben leben. Dieser Glaube sei besonders in der heutigen Zeit notwendiger denn je, wo so vieles zusammenbreche und auseinanderfalle. Die Eucharistiefeier wurde von den Kirchenchören aus Gersheim und Niedergailbach unter der Leitung von Melanie Hesseler und Hanna Ast mit schwungvollen Liedern begleitet. Auch das Zusammenwirken der Chöre zeigte, wie wertvoll und fruchtbringend eine Zusammenarbeit ist, wenn Kirchenchöre kleiner werden. Bischof Wiesemann bedankte sich am Ende bei allen, die den Gottesdienst mitgefeiert haben, für den Gesang, bei den Mitwirkenden und besonders auch bei den Messdienerinnen und Messdienern. „Ihr seid ein Schatz für die Kirche. Denn ihr seid die Zukunft“, so sinngemäß seine herzlichen Dankesworte.

Nach der Eucharistiefeier begrüßte Pfarreiratsvorsitzende Melanie Hesseler viele Interessierte in der Gemeinschaftshalle. Die Niedergailbacher Frauen und Männer hatten die Halle herbstlich geschmückt, sodass sich die Gäste gleich wohl und willkommen fühlten. Neben den Mitgliedern der pfarrlichen Gremien kamen auch Gläubige aus den Gemeinden, die gerne den Bischof näher kennenlernen wollten. Auch Bürgermeister Michael Clivot war der Einladung zum Begegnungsabend gefolgt. Der Abend wurde tatsächlich zu einem Begegnungsabend. Bischof Wiesemann ging von Tisch zu Tisch und unterhielt sich angeregt mit den Menschen. In lebendiger Atmosphäre konnte auch so manche Sorge vorgebracht werden, aber auch das Lachen und die Freude über das Zusammensein waren spürbar.

In seinem Resümee am Schluss bekräftigte Bischof Wiesemann noch einmal, zuversichtlich zu bleiben und nicht in Depression zu versinken. Der gemeinsame Glaube sei wertvoller denn je im Angesicht der vielen Krisen der Welt.

Pfr. Scheliga bedankte sich herzlich bei allen, die zum Gelingen des Abends beigetragen hatten, und beschloss das Zusammensein mit einem Abendgebet.

Auch am zweiten Tag der Visitation erwartete Bischof Wiesemann ein reichhaltiges und abwechslungsreiches Programm. Nach der Eucharistiefeier in der Kirche St. Alban in Gersheim besuchte er die Kath. Kita in Reinheim. Die Kita-Kinder empfingen ihn mit der St. Martin Geschichte in der Turnhalle und lernten dann einen „echten“ Bischof kennen. Danach stellten die drei Kita-Leiterinnen ihre Kitas vor und kamen mit Bischof Wiesemann, Pfr. Scheliga und Helma Schnöder vom Verwaltungsrat, Klaus König, Bereichsleiter Kindertagesstätten der Regionalverwaltung und der pastoralen Begleiterin der Kitas Birgit Wenzl-Heil ins Gespräch.

Am Nachmittag warteten in Walsheim im Haus Sonne Bewohnerinnen und Bewohner auf den Bischof und bereiteten ihm einen herzlichen Empfang. Der Gang durch die Werkstätten und vor allem die Begegnung mit den Menschen mit Assistenzbedarf berührten den Bischof sehr.

Nach einem Abendessen mit den Vorsitzenden der Gemeindeausschüsse und dem Pfarreiratsvorstand, bei dem sich in entspannter Runde ausgetauscht wurde, ging es dann zum letzten Programmpunkt. Melanie Hesseler begrüßte zum Räteabend neben den Gremienmitgliedern auch Marius Wingerter vom Bischöflichen Ordinariat, außerdem den Leiter der Regionalverwaltung Thorsten Reichel mit seinen Mitarbeiterinnen Anita Steibel und Daniela Hanauer und den Leiter des Caritas-Zentrums Saarpfalz Andreas Heinz. Mit einer PowerPointPräsentation stellten die Gremienmitglieder das Pastorale Konzept der Pfarrei vor, das seit August 2019 in Kraft gesetzt ist. Bischof Wiesemann und Marius Wingerter würdigten die vielen guten Ideen und Maßnahmen. Sie gaben darüber hinaus wertvolle Anregungen zur Weiterarbeit am Konzept.

Nach einem Abendgebet in der St. Barbara Kirche endeten zwei ereignisreiche Tage Visitation in der Pfarrei Hl. Kreuz. „Unser Bischof darf gerne wiederkommen!“ – Diese Abschiedsworte von Pfr. Scheliga spiegelten den guten Geist, der während der beiden Tage geherrscht hat, wider. Es war eine wertvolle Zeit, in der wir einen Bischof kennenlernen durften, der den Menschen zugewandt und offen für ihre Sorgen ist. Der aber auch zugibt, nicht für alles eine Lösung parat zu haben. Und das macht ihn so menschlich.

Ein herzliches Danke an alle, die sich in der Vorbereitung und Durchführung der Visitation engagiert haben und so zum Gelingen beigetragen haben.